Schon bei ihrem ersten Vortrag über Schmetterlinge, den Karin Pfammatter im Jahr 2025 hielt, war das Beizli im Ortsmuseum knallvoll. Auch am 28. Juni 2026 mussten zusätzliche Stühle hingestellt werden, um den zahlreichen Gästen einen bequemen Ort zum Zuhören und Zuschauen anbieten zu können. Diese Geschöpfe sind für Karin Pfammatter eine Herzensangelegenheit, denn seit vielen Jahren hegt und pflegt sie die Tiere in ihrem Garten. Vom Ei über die Raupe und Puppe ist bei ihr alles zu finden. Auch die speziellen Nahrungsquellen sind im Garten gepflanzt. Wobei sie die Schmetterlinge in ihren verletzlichen Stadien in entsprechenden Volieren hält, damit sie nicht von Vögeln und anderen Schädlingen, wie zum Beispiel Wespen gefressen werden. Karin Pfammatter hat schon die meisten einheimischen Schmetterlinge grossgezogen, was sie anhand vieler Fotos und Filme dokumentiert hat. Ein kurioses Erlebnis hat die Zuhörerschaft zum Schmunzeln gebracht, denn eines Tages sah Karin Pfammatter das Ei eines Schmetterlings – die übrigens nur ein paar Millimeter gross sind – davonspazieren. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass eine Schmetterlingsmama das Ei versehentlich auf eine Laus gelegt hatte. Diese Laus trug das Ei nun mit sich herum, bis die kleine Raupe geschlüpft war und hat daher sozusagen einem Schmetterling zur Geburt verholfen. Eine interessante Ausstellung über Schmetterlinge in allen Stadien, sowie über deren Fressfeinde war ausserdem zu bestaunen. Zum Schluss des Anlasses konnten mehrere frisch aus dem Kokon geschlüpfte Schmetterlinge freigelassen werden.
