
Alle Personen, die beruflich oder privat mit Nähen zu tun hatten und haben, sind voll des Lobes für die IRIS-Stecknadeln. Die Fabrik produzierte bis 1991 an der Brückenstrasse 27 in Binningen. Nach deren Schliessung erhielt das Ortsmuseum einen Teil der Maschinen, die seit einiger Zeit in einem separaten Gebäude im Hof des Museums wieder aufgebaut sind. Ganz neu kann dort ein von Werner Beetschen produzierter Film über die Herstellung der Stecknadeln mit dem ehemaligen Betriebsleiter, Peter Bringold, angeschaut werden. Carlo Piccoli hat zudem eine Maschine teilweise wieder gangbar gemacht.
Am Sonntag, 2. November kam wieder Leben in den renovierten Ausstellungsteil. Carlo Piccoli erklärte die unglaublich komplizierte und aufwändige Herstellung von Stecknadeln, die in acht Schritten mit verschiedenen Maschinen und Geräten erfolgte. Die IRIS- Stecknadeln waren berühmt und begehrt in ganz Europa. Das bestätigte auch der Sohn des gleichnamigen Firmengründers, Max Voegelin, der bei der Führung anwesend war. Er gab einige Anekdoten aus seiner Jugend zum Besten, die er in der Fabrik seines Vaters erlebt hatte. Zum Beispiel erzählte er, dass in der Fabrikhalle mehrere Produktionsmaschinen standen, die einen Höllenlärm verursachten. Der Betriebsleiter musste jeden Morgen die Apparaturen warten und an gewissen Stellen ölen, denn sie waren sehr empfindlich. Max Voegelin durfte manchmal unter strenger Aufsicht mithelfen und ein paar dosierte Tropfen Öl in ganz genau bezeichnete Löchlein in den Maschinen geben. Der Betriebsleiter, Peter Bringold, hatte auch ein eigenes Verfahren zum Finishing der Stecknadeln entwickelt, was wohl einiges zum Ruhm der Stecknadeln beigetragen hatte, denn sie durchstachen auch die feinsten Stoffe, ohne Spuren zu hinterlassen. Eine Besucherin bemerkte, dass sie ab sofort keine IRIS-Stecknadeln mehr fortwerfen und sie noch mehr in Ehren halten würde.
Der nächste Öffnungstag des Ortsmuseums ist der 7. Dezember mit einem interessanten Vortrag über den Schwingsport mit Stefan Aebi (Präsident Schwingclub Binningen 2015-2025). Die IRIS-Stecknadeln sind übrigens weiterhin erhältlich im Museums-Lädeli.
Fotos: Werner Beetschen




Sonntag, 2. November 2025, Ortsmuseum Binningen geöffnet von 14 bis 17 Uhr.
Sonntag, 7. September 2025, Ortsmuseum Binningen geöffnet von 14 bis 17 Uhr.


Die 19. Mitgliederversammlung vom 20.Mai 2025 konnte wiederum recht zügig durchgeführt werden. Die Präsidentin, Regula Kaiser, verlas den Jahresbericht 2024 mit den erfreulich hohen Besucherzahlen, die u.a. dank den interessanten Veranstaltungen sowie der Sonderausstellung «125 Jahre Verein Sonnenbad St. Margarethen» zustande kamen. Rainer Flück konnte eine ausgeglichene Betriebsrechnung vorlegen, sodass die Mitgliederbeiträge wie bisher belassen werden können. Bei den Wahlen gab es zwei Änderungen, denn Bruno Ernst trat aus dem Vorstand zurück und an seiner Stelle wurde Noah Gehrig mit grossem Applaus gewählt. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt und somit ist der Vorstand wieder vollzählig. Gemeinderat Marc Schinzel, der neu für Sport und Kultur zuständig ist, bemerkte, dass er froh sei, dass es das Ortsmuseum gibt. Es sei wichtig, die eigene Kultur zu pflegen und dafür sei das Geld der Gemeinde gut investiert. Er dankte allen Ehrenamtlichen und Freiwilligen für ihren Einsatz. Regula Kaiser informierte die Anwesenden, dass das Ortsmuseum ab 2026 jeweils am letzten anstatt am ersten Sonntag des Monats geöffnet sein wird. Dies vor allem, weil die meisten Museen im Kanton Baselland am ersten Sonntag offen haben und es somit für das interessierte Publikum unmöglich ist, alle Museen im Laufe eines Jahres zu besuchen. Wie üblich rundete ein feiner Imbiss die Vereinsversammlung ab.

Nachruf Bruno Gehrig
Sonntag, 1. Juni 2025, Ortsmuseum Binningen geöffnet von 14 bis 17 Uhr.