Buchvorstellung «Jonas Breitenstein, in der weiten wilden Welt»

Sonntag, 29. März 2026. Ortsmuseum Binningen geöffnet von 14 bis 17 Uhr. Eintritt frei, Spenden willkommen.

Um 14:30 Uhr: «Jonas Breitenstein, in der weiten wilden Welt» Deutschlandreisen 1851/52.

1851 brachen Jonas Breitenstein und sein Freund Martin Grieder (Birmann), zwei Theologiestudenten der Universität Basel, zu einem Studienjahr nach Göttingen auf. Beide stammten aus dem ländlichen Hinterland der Schweizer Stadt am Rheinknie und hatten noch nie eine grössere Reise in die «weite wilde Welt» unternommen.

In vielen, oft langen Briefen erzählte Jonas Breitenstein (1828-1877) von seiner Reise und zwei längeren Fahrten ans Meer und nach Mitteldeutschland sowie vom Alltag in der renommierten Studentenstadt. Seine anschaulichen Aufzeichnungen sind Zeugnisse eines jungen Mannes, der die fremde Welt mit wachem Geist aufsaugt. Sie lassen bereits das Talent des künftigen Schriftstellers erahnen.

In das nunmehr 5. Buch der seit 2013 erschienenen Jonas Breitenstein-Publikationen wird Maja Samimi-Eidenbenz einführen.

Filmvorführung «Peter Monteverdi – der letzte Schweizer Autobauer»

Sonntag, 22. Februar 2026. Ortsmuseum Binningen geöffnet von 14 bis 17 Uhr Eintritt frei. Spenden willkommen.

Um 14:30 Uhr Filmvorführung (ca. 60 Minuten).

«Peter Monteverdi – der letzte Schweizer Autobauer».

Peter Monteverdi baute in Binningen Luxusautos, die in den 1970er- und 1980er-Jahren weltweit zu den Exklusivsten gehörten. Zu seiner Kundschaft zählten gekrönte Häupter und VIPs. Er war ein extravaganter Macher, der ein kaum bekanntes Kapitel Schweizer Wirtschaftsgeschichte schrieb. Im Film erzählt sein kürzlich verstorbener Lebensgefährte, Paul Berger, einige interessante Details zu Leben und Werk von Peter Monteverdi.

Die in Binningen ansässige Firma Automobile Monteverdi AG, die 1967 von Peter Monteverdi gegründet wurde, hat in der Schweiz Luxusautomobile hergestellt. Mitte der 1980er-Jahre stellte Monteverdi die Produktion von Personenwagen ein. 1990 betrieb Monteverdi kurzzeitig einen Formel-1-Rennstall.

Führung im «Larvenhimmel» mit Urs B. Mäglin

    

Sonntag, 25. Januar 2026. Ortsmuseum Binningen geöffnet von 14 bis 17 Uhr.

Eintritt frei, Spenden willkommen.

Um 14:30 Uhr Führung im «Larvenhimmel» mit Urs B. Mäglin.

Urs B. Mäglin, Binninger seit 1946, langjähriges Vorstandsmitglied und Ehrenmitglied des Vereins Ortsmuseum Binningen, ist seit seiner Jugend ein eingefleischter Fasnächtler. Er wird im sogenannten «Larvenhimmel» im Dachstock des Museums Interessantes über die Basler Künstlerlarven aus dem Nachlass von Ruth Eidenbenz-Tschudin erzählen und dazu sicherlich einige witzige Anekdoten seiner fasnächtlichen Erlebnisse zum Besten geben. Mit dieser Führung lässt sich die Vorfreude auf die «Drey scheenschte Dääg» in Basel, der grössten Fasnacht der Schweiz, bestens steigern.

Das 1987 eröffnete Museum zeigt in Dauerausstellungen die Ur- und Siedlungsgeschichte, gibt einen Einblick in die Geologie und Natur der Region, in die Forst- und Landwirtschaft, in altes Handwerk und das Dorfleben. Besonders erwähnenswert sind nebst den Basler Künstlerlarven von 1925-1984, die funktionierende Druckerei von ca. 1920, die Binninger Vereine und Binninger Köpfe (Curt Goetz, Ricco Koelner und Bolo Mäglin), die Sammlung Zahnarztpraxis der 1930er Jahre, die Iris-Stecknadelfabrik von 1936-1991 mit Film, die Pfarrstube des Binninger Dichterpfarrers Jonas Breitenstein sowie das Mal-Atelier seines Sohnes Ernst Breitenstein.

Im Anschluss an die Führung wird ein Apéro offeriert.

Interaktiver Rundgang durch das Museum mit dem MuBi-Trail

Sonntag, 21. Dezember 2025

Ortsmuseum Binningen geöffnet von 14 bis 17 Uhr.  Eintritt frei, Spenden willkommen. 

Museumsbesuch einmal anders: Lassen Sie sich überraschen und machen Sie mit Ihren Kindern oder Enkelkindern einen Rundgang entlang des «MuBi-Trails». Der interaktive «MuBi-Trail» führt anhand des Kurzspielfilms «Wacher als du träumst» durch das ganze Museum und kann mittels Fragebogen spielerisch erlebt werden. Wer alle Fragen richtig beantwortet, erhält ein Diplom. Ein tolles Erlebnis für Jung und Alt.

Weihnachtliches Konzert des Frauenchors Binningen

Sonntag, 14. Dezember 2025

Ortsmuseum Binningen geöffnet von 14 bis 17 Uhr.  Eintritt frei, Spenden willkommen.

Um 14:30 Uhr Konzert des Frauenchors Binningen

Der Frauenchor Binningen wurde 1862 gegründet. Die Sängerinnen geben unter der Leitung von Alissa Tritella regelmässig Konzerte an verschiedenen Orten. Wir schätzen uns glücklich, dass der Chor im Ortsmuseum Binningen Station macht und die Zuhörenden mit weihnachtlichen Liedern aus der ganzen Welt beglückt. Lassen Sie sich verzaubern vom mehrstimmigen Gesang der Damen.

Schwingen – eine interessante Sportart

Sonntag, 7. Dezember 2025

Ortsmuseum Binningen geöffnet von 14 bis 17 Uhr. Eintritt frei, Spenden willkommen.

Um 14:30 Uhr berichtet Stefan Aebi (Präsident Schwingclub Binningen 2015–2025) über den Schwingsport und warum die Athleten seines Vereins so erfolgreich sind.

Die Schwinger, die in Binningen trainieren, kennt man in der ganzen Schweiz. Insgesamt 28 Kränze holten Samuel Brun, die Brüder Adrian und Jonas Odermatt und Lars Voggensperger dieses Jahr. Sie alle qualifizierten sich für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest ESAF, den Saison-Höhepunkt Ende August im glarnerischen Mollis. Voggensperger und Odermatt gewannen nach Pratteln vor drei Jahren ihren zweiten Eidgenössischen Kranz. Wie kommt es, dass die Binninger Athleten so erfolgreich sind?

Stefan Aebi erklärt die Tradition des Schwingens, er erzählt über Geschichte und Gegenwart des Schwingclubs Binningen. Dieser wurde 1947 gegründet. Der Schwingsport war in Binningen aber schon lange vorher populär. Geschwungen wurde damals im Turnverein.

Ein begehrtes Gut: Die IRIS-Stecknadeln

 

Alle Personen, die beruflich oder privat mit Nähen zu tun hatten und haben, sind voll des Lobes für die IRIS-Stecknadeln. Die Fabrik produzierte bis 1991 an der Brückenstrasse 27 in Binningen. Nach deren Schliessung erhielt das Ortsmuseum einen Teil der Maschinen, die seit einiger Zeit in einem separaten Gebäude im Hof des Museums wieder aufgebaut sind. Ganz neu kann dort ein von Werner Beetschen produzierter Film über die Herstellung der Stecknadeln mit dem ehemaligen Betriebsleiter, Peter Bringold, angeschaut werden. Carlo Piccoli hat zudem eine Maschine teilweise wieder gangbar gemacht.

Am Sonntag, 2. November kam wieder Leben in den renovierten Ausstellungsteil. Carlo Piccoli erklärte die unglaublich komplizierte und aufwändige Herstellung von Stecknadeln, die in acht Schritten mit verschiedenen Maschinen und Geräten erfolgte. Die IRIS- Stecknadeln waren berühmt und begehrt in ganz Europa. Das bestätigte auch der Sohn des gleichnamigen Firmengründers, Max Voegelin, der bei der Führung anwesend war. Er gab einige Anekdoten aus seiner Jugend zum Besten, die er in der Fabrik seines Vaters erlebt hatte. Zum Beispiel erzählte er, dass in der Fabrikhalle mehrere Produktionsmaschinen standen, die einen Höllenlärm verursachten. Der Betriebsleiter musste jeden Morgen die Apparaturen warten und an gewissen Stellen ölen, denn sie waren sehr empfindlich. Max Voegelin durfte manchmal unter strenger Aufsicht mithelfen und ein paar dosierte Tropfen Öl in ganz genau bezeichnete Löchlein in den Maschinen geben. Der Betriebsleiter, Peter Bringold, hatte auch ein eigenes Verfahren zum Finishing der Stecknadeln entwickelt, was wohl einiges zum Ruhm der Stecknadeln beigetragen hatte, denn sie durchstachen auch die feinsten Stoffe, ohne Spuren zu hinterlassen. Eine Besucherin bemerkte, dass sie ab sofort keine IRIS-Stecknadeln mehr fortwerfen und sie noch mehr in Ehren halten würde.

Der nächste Öffnungstag des Ortsmuseums ist der 7. Dezember mit einem interessanten Vortrag über den Schwingsport mit Stefan Aebi (Präsident Schwingclub Binningen 2015-2025). Die IRIS-Stecknadeln sind übrigens weiterhin erhältlich im Museums-Lädeli.

Fotos: Werner Beetschen

Das Handwerk, das Risse klebt

Gibt es im Haushalt Scherben, greift man in der Regel zum Sekundenkleber oder man wirft das kaputte Stück gleich in den Abfall. Doch was, wenn eine rund 100 Jahre alte wertvolle Ofenkachel in die Brüche geht? Dann wird es ein Fall für Konservator Noah Gehrig.

Anfang Oktober zeigte er im Ortsmuseum Binningen, wie Keramik fachmännisch geflickt wird. Die Kachel aus dem 19. Jahrhundert wurde bereits einmal geleimt, ging jedoch an derselben Bruchstelle wieder kaputt. Noah Gehrig wandte darum eine andere Methode an.

Er fixierte die Kachel in einem Gemisch aus mit Wasser angerührtem Sand und Kalk. Dadurch können die beiden Keramikhälften so zusammengefügt werden, dass die Bruchstelle kaum mehr sichtbar ist. Das Objekt wird durch den «Beton» an der Rückseite zusammengehalten.

Der Restaurierungsvorgang erfordert Präzision und Geduld. Gleichzeitig ist er eine faszinierende, schmutzig-klebrige Angelegenheit, die die Zuschauenden zuweilen ans Kuchenbacken erinnerte. Doch einmal getrocknet und gereinigt, wird die bunt verzierte Kachel wieder in alter Schönheit erstrahlen.

Vorstand Ortsmuseum Binningen

Führung durch die Iris-Stecknadelfabrik

Sonntag, 2. November 2025, Ortsmuseum Binningen geöffnet von 14 bis 17 Uhr.

Um 14:30 Uhr Führung durch die «IRIS-Stecknadelfabrik».

Carlo Piccoli führt durch den renovierten Ausstellungsteil mit den Apparaten aus der ehemaligen Iris-Stecknadelfabrik und demonstriert die einzelnen Arbeitsschritte bis zur fertigen Stecknadel. Die im Schopf hinter dem Museum untergebrachten Maschinen der 1991 aufgelösten Fabrik sind teilweise wieder gangbar gemacht worden. Ausserdem kann der Film mit Peter Bringold, dem langjährigen Betriebsleiter angeschaut werden. Sie werden staunen, wie aufwändig und kompliziert die Herstellung einer einfachen Stecknadel ist.

Schaurestaurieren mit Noah Gehrig

Sonntag, 5. Oktober 2025, Ortsmuseum Binningen geöffnet von 14 bis 17 Uhr.

Im Hof des Museums wird ab 14:30 Uhr restauriert (bei schlechtem Wetter im Untergeschoss).

Der Konservator Noah Gehrig zeigt anhand einer zerbrochenen Ofenkachel aus dem 19. Jahrhundert wie Keramik restauriert werden kann. Das historische Stück wurde bereits einmal repariert, jedoch ist die geleimte Nahtstelle wieder auseinandergebrochen. Die alten Leimspuren müssen zuerst sorgfältig entfernt werden, bevor die Kachel wieder zusammengefügt werden kann.